Tulln wird "Green Smart City"

Drei Millionen Euro werden in den kommenden drei Jahren in ein neues Verkehrskonzept in Tulln gesteckt. Mit einer möglichen breiten Phalanx an öffentlichen Verkehrsmitteln sollen Bahnhof, Messe, Gartenschau und Technopol an die "klassischen Transportmittel" angeschlossen werden. Ein Pilotprojekt mit Potenzial.

Buslinien, Radwege Carsharing und E-Mobilität - in Tulln will man die Grenzen des Machbaren ausloten. Viel Angebot macht es aber auch immer schwierig, den Überblick zu behalten. Und darum wird bereits jetzt an einer eigenen App gebastelt, die nicht nur die Infos über alle Verkehrsmittel anzeigt, sondern auch die Nutzung erleichtert. "Wir müssen anfangen, alles vernetzt zu betrachten", meint Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko. Sein Amtskollege im Wirtschaftsressort Jochen Danninger, will investieren: "Wir wollen zum Vorreiter im Bereich des öffentlichen Verkehrs werden." Um das zu bewerkstelligen, muss vor allem die sogenannte letzte Meile bedacht werden, also wie Fahrgäste vom nächsten Knoten - sprich: Bahnhof - zu ihrem Bestimmungsort gelangen. Diese Lösung wird nun unter dem Projektnamen LISA gesucht, auch im Weinviertel läuft bereits eine ähnliche Initiative.

Dass mit Tulln der Standort des künftigen Hauses der Digitalisierung als Modellstadt auserkoren wurde, ist kein Zufall. Bedarf das Ausmaß der Vernetzung doch eine effiziente Nutzung des Internets. "Wir wollen unsere Gartenstadt nun zu einer Green Smart City machen", betont Bürgermeister Peter Eisenschenk. Eine Vorzeigestadt in Sachen Klima, Digitalisierung und Mobilität.

 

Quelle: Kronen Zeitung / NOE Morgen erschienen am 14.12.2020