Spin-offs werden gefördert

Science to Business | Initiative erleichtert Unternehmensgründungen und soll rund 1.000 Arbeitsplätze schaffen.

TULLN | Fachhochschulen, Universitäten und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen bieten großes Potenzial für Unternehmensgründungen. In diesen Spin-offs werden wissenschaftliche Ergebnisse in marktreife Produkte und Dienstleistungen umgesetzt.

Das soll jetzt in Niederösterreich mit „Science to Business“ noch stärker gefördert werden. Technologielandesrat Jochen Danninger und Tecnet Equity Geschäftsführerin Doris Agneter stellten diese Initiative im Universitäts- und Forschungszentrum Tulln vor. Das Maßnahmenpaket erleichtert den (digitalen) Zugang zu wirtschaftlichem Know-how und zur Finanzierung für akademische Gründungen.

„Das Motto lautet: Die Spin-offs von heute sind die innovativen Leitbetriebe von morgen“, sagte Danninger, „so sollen bis 2030 zumindest 250 neue Spin-offs in Niederösterreich gegründet und mehr als 1.000 neue hochqualifizierte Arbeitsplätze geschaffen werden.“

Konkret ist vorgesehen, das Creative-Pre-Inkubator-Programm auf alle Fachhochschulen und Universitäten auszurollen. Das Exzellenz-Netzwerk soll um weitere internationale Partnerschaften erweitert werden. An sechs Standorten im Land sind Hackathon November. Bei der häufig größten Herausforderung, der Finanzierung, soll das Potenzial von Venture Capital Fonds genützt werden.

Mögliche Erfolgsgeschichten von Spin-offs verdeutlichten bei der Präsentation zwei Gründer: Birgit Mitter von Ensemo und Johannes Paul Scharz von Agrobiogel. Die Ensemo GmbH entstand im Austrian Institute of Technologie, wo eine Technologie zur Impfung von Pflanzensamen mit Mikroorganismen entwickelt wurde (zur Reduktion von Agrochemikalien). Agrobiogel entstammt der BOKU Tulln. Das namensgebende Produkt ist ein Hydrogel auf Holzbasis, das Pflanzen lange Zeit vor Austrocknung schützen kann.

 

Quelle: NÖN Ausgabe Nr. 40 erschienen am 6.10.2021