Neues Leben am Goldmann Areal

Schon jetzt wurden 230 Arbeitsplätze geschaffen, in Zukunft sollen es insgesamt 500 werden.

TULLN Gut zwölf Jahre lang befand sich das Areal der ehemaligen Großdruckerei Goldmann in der Königstetter Straße im Dornröschenschlaf. Dann wurde es von Leo Steinhäusler entdeckt und gemeinsam mit Franz Wöss und Werner Beutelmeyer (bekannt als Markt und Wirtschaftsforscher) wachgeküsst: So entstand der Zukunftspark Plus (Fakten dazu siehe Infobox rechts oben).

„Beim ersten Durchgehen habe ich mir gedacht: Groß und schwierig, aber die Lage…“, verriet Beutelmeyer bei der offiziellen Eröffnung des Großprojekts, das auf einer Gesamtgrundfläche von 45.000 Quadratmetern Platz für vielfältige Nutzungsmöglichkeiten bietet. „Die haben wir bei weitem noch nicht genutzt“, sagte Beutelmeyer. Aber „verdichten, nicht versiegeln“ sei angesagt und genau das habe man auch hier vor.

Die ersten Mieter sind voll des Lobes für den Zukunftspark. „Wir sind sehr zufrieden“, sagt AMS-Chef Sven Hergovich. Für die 50 Mitarbeiter des AMS-Callcenters, die gerade in Corona-Zeiten extrem gefordert wurden, brachte die Übersiedlung aus Kellerräumen in diese modernen Büros „einen Sprung nach vorne“. Ähnlich begeistert zeigt sich Forstinger-Geschäftsführer Thomas Körpert: „Wir fordern viel, arbeiten viel, da braucht es auch einen gewissen Wohlfühlfaktor für die Mitarbeiter – und jeder ist gerne hier.“ Mit 85 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, 1.100 Quadratmetern Büro- und 10.000 Quadratmetern Lagerfläche trage die neue Forstinger-Zentrale in Tulln langfristig zur regionalen Wertschöpfung bei.

Von einer Win-Win-Situation für alle Beteiligten sprach Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: „Dank toller Investoren hat sich das Projekt sensationell entwickelt.“

Wirtschaftsstadtrat Lucas Sobotka versprach, dass die öffentliche Hand nicht im Weg stehen, sondern die Wirtschaft in Ruhe arbeiten lassen werde. Noch offene Wünsche der Mieter (eine Bus-Haltestelle und Ladestationen für E-Mobilität) sollen rasch geprüft und nach Möglichkeit umgesetzt werden.

Eine „Riesenfreude“ hat Harald Schinnerl sowohl als Vizebürgermeister als auch als Finanzstadtrat mit den Investoren und „alleine weil ihr nach Tulln gekommen seid, habt ihr es euch schon verbessert“

Zukunftspark +

Zahlen und Fakten:
45.000 m² Gesamtfläche
20.000 m² Hallenfläche
12.000 m² bebaubare Fl.
  5.000 m² Bürofläche
Hinter dem Projekt:
Geschäftsführer Franz Wöss (ein Praktiker, der aus dem Bauumfeld kommt),
Gesellschafter Leo Steinhäusler (hatte Instinkt fürs Potenzial der Industriebrache) und
Gesellschafter Werner Beutelmeyer (Markt- und Wirtschaftsforscher mit Faible für Immobilien)

Quelle: NÖN Ausgabe Nr. 46 erschienen am 17.11.2021