Tullner Erfolgsstorys

Rosenarcade

Erfolgreiches Zentrum im Zentrum

Als Kind hat die gebürtige Wienerin die Stadt Tulln nur vom Vorbeifahren gekannt – auf dem Weg zu den Großeltern ins Waldviertel. Mittlerweile zählt sie zu den Fixpunkten im Tullner Wirtschaftsleben: Mag. Katharina Gfrerer, seit 2015 Centerleiterin der Rosenarcade.

Bundesland-Sieger

2025 landete die Rosenarcade beim „Shopping Center Performance Report“ auf Platz eins in Niederösterreich. Als „Zufriedenheitsumfrage“ der Mieter:innen beschreibt Mag. Gfrerer dieses Ranking. Dabei zählen einerseits die harten Fakten - etwa der Umsatz in Relation zur Miete – aber auch generelle Standortfaktoren und die Bewertung des Center-Managements. „Die Rosenarcade wird in vielen Wirtschaftsforen und Gesprächen immer als Best-Practice-Beispiel gebracht.“ Was für Mag. Gfrerer auch daran liegt, „dass der Standort Tulln selbst in der Stadtentwicklung ein Best-Practice-Beispiel ist“. Ihre Erklärung: „Die Stadt Tulln hat es geschafft, sowohl den stationären Handel als auch die Gastronomie in der Innenstadt zu halten und die Erweiterung auf die grüne Wiese so einzudämmen, dass die Innenstadt und der Innenstadtkern durch offene Geschäfte belebt ist.“

Ein bisschen wie Urlaub

Neben der Rosenarcade ist Mag. Gfrerer noch für zwei weitere Shopping-Center verantwortlich. Zu Tulln hat sie eine besondere Beziehung. „Ich habe Tulln wirklich sehr in mein Herz geschlossen. Ich sage immer, wenn wir nach Tulln fahren, auch wenn wir arbeiten müssen: es ist so ein bisschen wie ein Urlaubsfeeling. Es ist einfach eine sehr gute Energie in der Stadt und Tulln ist für mich eine wunderschöne Stadt.“

Erlebnisse und Angebote schaffen

„Die Stadt braucht den Handel und der Handel braucht die Stadt“, zitiert sie Tullns Bürgermeister Eisenschenk. „Ich sage immer, jedes Geschäft, das in Tulln belebt ist, zahlt ein, dass die Kaufkraft in der Innenstadt gehalten wird, und dass die Stadt lebt. Das hilft der Rosenarcade, das hilft der Stadt. Gemeinsam müssen wir die Stadt attraktiv halten – also Erlebnisse und Angebot schaffen, damit Kund:innen gern nach Tulln kommen und hier Zeit verbringen. Ob es jetzt Essen gehen ist, Einkaufen oder einfach Flanieren. Das ist das Ziel, für das wir jeden Tag arbeiten.“

Branchenmix und Atmosphäre

Und was ist die Herausforderung in einem Shopping-Center? „Den Branchenmix so attraktiv zu halten, dass die Kund:innen gerne in die Rosenarcade kommen. Wenn wir das schaffen, dann funktioniert das Geschäft gut. Wir sind natürlich in einem Wettbewerb mit dem Online-Handel. Ganz klar, dass der stationäre Handel unter Druck ist, und somit sind Standorte natürlich immer wohl überlegt.“ Stichwort Online: Hat der stationäre Handel überhaupt eine Chance, dagegenzuhalten? „Ich glaube nach wie vor, dass die persönliche Beratung, das Service und die sozialen Kontakte wichtig für die Menschen sind. Dieses Treffen am Marktplatz, das kann Online einfach nicht ersetzen. Ich denke, es wird in Zukunft eine Symbiose sein – etwa mit Click & Collect. Da recherchiert man beispielsweise im Online-Angebot die Bücher, die man haben möchte, bestellt sie und holt sie dann hier in der Filiale ab. Das gibt’s ja auch im Sportgeschäft oder im Elektronik-Markt, der dann innerhalb von 24 Stunden den neuen Fernseher ins Haus liefert – und den auch einstellt.“

Kommunikation über Influencerinnen

Das Center-Management hat neben der Koordination und der Entwicklung eine immer wichtiger werdende Coaching-Funktion – sprich: strategische und praktische Unterstützung für die einzelnen Unternehmen. „Wir haben auch schon Flyer layoutiert und gedruckt.“ Der direkte Kontakt zu den Shop-Partner:innen ist natürlich besonders wichtig. Und auch wenn Katharina Gfrerer selbst nicht ständig vor Ort ist – „unser Team in der Rosenarcade arbeitet sehr gut.“

Immer wichtiger im „Kommunikationsblumenstrauß“ von klassischer Werbung, Events und Aktionen, werden Social-Media-Aktivitäten. Mehr als ein Viertel der Werbe-Ausgaben fließen mittlerweile in diverse Online-Kanäle - von facebook bis Instagram. Sehr erfolgreich ist auch der Einsatz von sogenannten „Micro-Influencer:innen“, vor allem im Mode-Bereich. „Wenn die sich in einem unserer Geschäfte was anziehen, dann ist das in den nächsten zwei, drei Tagen meistens ausverkauft.“

Lieblingsplatz? Rosenarcade!

Hat Katharina Gfrerer einen Lieblingsplatz in Tulln? „Natürlich die Rosenarcade, die Aussicht von der Terrasse auf den Hauptplatz. Aber ich bin auch gern am Hauptplatz selbst oder an der wunderschönen Donaulände, einfach zum Kopf auslüften….“