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Campus Tulln wächst weiter: Institut für Heilpflanzen-Forschung kommt

Neuer Meilenstein für den Forschungsstandort Tulln.

Gemeinsam mit der BOKU, dem Land Niederösterreich und der Stadtgemeinde Tulln schafft Prof. Dr. Michael Popp die Grundlage für ein neues Institut für Heilpflanzenforschung. Erster Schritt ist eine Stiftungsprofessur.


Prof. Dr. Michael Popp, Eigentümer des renommierten Naturarznei-Konzerns Bionorica, bündelt in der Gartenstadt seine Kräfte mit der Universität für Bodenkultur (BOKU), dem Land Niederösterreich und der Stadtgemeinde Tulln für ein neues Institut. Erster Schritt ist eine Stiftungsprofessur, die sich der Erforschung von Heilpflanzen und ihrer Wirkstoffe widmet.

Der Campus Tulln steht seit Jahren für internationale Spitzenforschung, ökologische Verantwortung und wirtschaftliche Innovation. Ob Kreislaufwirtschaft, nachhaltige Materialien oder biobasierte Technologien – hier entstehen Lösungen für die Herausforderungen von morgen. Die neue Kooperation zwischen BOKU, Bionorica, Land NÖ und Stadtgemeinde Tulln steht ganz im Zeichen der Phytopharmazie, also der Wissenschaft, die sich mit pflanzlichen Arzneimitteln befasst.

Drei Stiftungsprofessuren und ein eigenes Institut
Erster Schritt in dieser Zusammenarbeit ist die Einrichtung einer Stiftungsprofessur, die sich der Erforschung von Heilpflanzen und ihrer Wirkstoffe widmet. Zwei weitere Stiftungsprofessuren sollen folgen: eine wird sich mit Züchtung und Anbau von Heilpflanzen beschäftigen, eine weitere mit der technischen Überführung der pflanzlichen Wirkstoffe in Medikamente. Alle drei Professuren werden in einem eigenen Institut für Phytopharmazie zusammengeführt. Das entsprechende Gebäude wird am Campus Tulln südöstlich der IFA-Gebäude errichtet werden.

Bionorica-CEO Prof. Dr. Michael A. Popp sagte dazu: „Mit der BOKU habe ich die beste Uni in Europa gefunden und in Tulln das beste Umfeld für das, was wir hier vorhaben. In pflanzlichen Heilmitteln liegt noch so viel Potenzial und wir sind in der Forschung ganz vorne dabei.“ Bionorica ist in 50 Ländern aktiv und was das Unternehmen anbietet, sind keine Nahrungsergänzungsmittel, sondern echte Arzneimittel. „Darum sind wir auch die einzige Firma dieser Art, die weltweit in der Schulmedizin angekommen ist“, betonte Popp. Er freue sich, „wenn hier in Tulln das MPI, also das Michael-Popp-Institut, wachsen kann“.

Synergie zur BOKU, Stärkung des Wirtschaftsstandorts und hochwertige Arbeitsplätze
Dafür hat auch Bürgermeister Mag. Peter Eisenschenk gekämpft: „Und jetzt sind wir uns handelseins. Mit Forschungen im pflanzlichen Bereich, die letztendlich der Herstellung pflanzlicher Medikamente dienen, passt diese Forschungseinrichtung auch ideal zu unserer Gartenstadt!“ Daraus erwachse eine perfekte Synergie zur BOKU und eine nachhaltige Stärkung des Wirtschaftsstandorts Tulln beziehungsweise unserer Heimatstadt, in der dadurch hochwertige Arbeitsplätze geschaffen werden. „Und heimische Firmen haben die Chance auf umfangreiche Aufträge. Denn der Bau des Institutsgebäudes wird Investitionen der Firma Bionorica erfordern, die vermutlich den einstelligen Millionenbereich überschreiten werden“, betont der Bürgermeister.

Von einem „besonderen Tag für die BOKU“ sprach BOKU-Rektorin Dr. Eva Schulev-Steindl: „Durch die Kooperation von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik entsteht hier ein Ort, der exzellente Grundlagenforschung mit konkretem gesellschaftlichem Nutzen verbindet.“ Die Bedeutung des Projekts für den Forschungsstandort Niederösterreich unterstrich LH-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf: „Mit dem neuen Institut soll hier Forschung auf Spitzenniveau betrieben werden. Damit entstehen neue Lösungen für die Gesundheit und neue Chancen für die Wirtschaft.“