Mit 30.000 Steinen zum Bruegel Turm

Bausteinkunst | Bioblo-Team aus Tulln liefert riesengroße Attraktion für Wiener Ausstellung.

TULLN, WIEN | Vor knapp vier Jahren brachten drei Tullner Jungunternehmer mit Bioblo einen neuartigen Spielbaustein aus einem speziellen Öko-Werkstoff auf den Markt. Mittlerweile hat sich das Produkt als Marke etabliert und zahlreiche Auszeichnungen abgeräumt. Zuletzt erhielt der Betrieb etwa das österreichische Umweltzeichen.

Mit dem „Turmbau zu Bioblo“ setzen Geschäftsführer Stefan Friedrich und seine Kompagnons Dietmar Kreil und Hannes Frech jetzt auch ein deutliches Zeichen in der Kunstwelt. „Das leiwande Ambiente im Kunsthistorischen Museum hat mich schon immer gereizt“, berichtet Friedrich. Vor etwa einem Jahr knüpfte er Kontakte und rasch entstand die Idee, mit den Bausteinen einen Brückenschlag zur Bruegel-Ausstellung herzustellen, die jetzt seit Anfang Oktober und noch bis 13. Jänner 2019 läuft.

Mit 30.000 Bioblo-Steinen schufen Frech, Friedrich und Kreil mit Unterstützung einiger Helfer eine Nachahmung von Bruegels Turmbau zu Babel. Nach zwei Monaten Planung am Computer und einem Monat Bauzeit war der Turm aus Bioblo mit 2,6 Metern Höhe und 2,8 Meter Durchmesser fertig. „120 Kassetten sind auf einem Holzgerüst angeordnet und ausnahmsweise verklebt“, erklärt Friedrich weiter, „sicherheitshalber, denn das meiste davon würde auch ohne Kleber halten.“

Damit die Bruegel-Ausstellung für Kinder noch attraktiver wird, können Besucher im Kunsthistorischen Museum Wien an Wochenenden in einer interaktiven Turmbau-Ecke mit 5.000 Bioblo-Steinen selbst dem Projekt nacheifern.