1.400 Besucher in zwei Tagen

Gartensommer 2018 | Erste Bilanz ist positiv: Mit Green Art soll die Stadt Tulln noch bis zum Herbst über sich hinauswachsen.

TULLN | Alle zwei Jahre findet in Niederösterreich ein Gartensommer Spezial statt. Nach der erfolgreichen Premiere in Baden 2016 geht es nun mit „Green Art - eine Stadt wächst über sich hinaus“ in Tulln in die zweite Runde.

„Wir haben uns erfolgreich gegen harte Konkurrenz durchgesetzt. Schon in der Vorarbeit wurde unglaublich viel geleistet“, lobte Bürgermeister Peter Eisenschenk bei der offiziellen Eröffnung das gesamte Team. Und mit der Neugestaltung des Klosterweges habe die Stadtgemeinde sogar noch eine kleine Fleißaufgabe geleistet.

Was es nun tatsächlich im Gartensommer in Tulln zu sehen und zu erleben gibt, darauf gingen die beiden Kuratoren, Agnes Feigl und Wolfgang Giegler, ein. Im Garten der Künstler im Atrium des Rathauses im Minoritenkloster warten bis Ende September nicht weniger als 150 Werke von 26 verschiedenen Künstlern auf die Besucher. „Es ist ein langer Ausstellungszeitraum, es ist viel Arbeit und wir wollen im Herbst so richtig müde sein“, meinte Giegler auch in Anspielung auf die zahlreichen Workshops, die in den nächsten Wochen geplant sind.

Zusätzlich zur überdachten Ausstellung warten im öffentlichen Raum der Stadt weitere 22 Kunstwerke darauf von neugierigen Besuchern entdeckt zu werden. „Ganz am Anfang stand die Grundidee, die Garten Tulln mit der Stadt zu verweben“, erklärte dazu Agnes Feigl. Trotz vieler Limitierungen in der historischen Innenstadt oder durch den zur Verfügung stehenden Raum sei auch hier sehr kreativ gearbeitet worden. „Mit großer Kompetenz im Umgang mit unterschiedlichen Materialien, auch solchen, die verwittern, wurden hier Orte der Inspiration und Begegnung geschaffen“, so Feigl.
Angesichts des Gebotenen zeigte sich auch die Geschäftsführerin der Österreich Werbung, Petra Stoiber, „als stolze Niederösterreicherin“, die betonte: „Das wird sicher ein Publikumsmagnet!“

Genau davon geht auch Landesrätin Petra Bohuslav aus: „Ich sag‘ einmal: 30.000 Besucher. Herr Bürgermeister, wir schaffen das, oder?“ Was der Angesprochene ohne zu Zögern abnickte. Die Tourismuslandesrätin war direkt aus Vorarlberg nach Tulln angereist und auf die erste Frage, ob es dort auch eine so schöne Gartenstadt gebe, sagte sie klar und deutlich „Nein!“ Niederösterreich, und besonders Tulln, habe beim Thema „Garten“ sehr gut gearbeitet, es gehöre bei der Trademark „Land für Genießer“ einfach dazu und sei für den Tourismus extrem wichtig. Bohuslav rechnet durch den Gartensommer 2018 mit rund 1,5 Millionen Euro an Wertschöpfung für die Region.

Die Voraussetzungen, die Vorgaben für Besucherzahlen und Wertschöpfung tatsächlich zu erreichen scheinen gegeben zu sein: Schon am Eröffnungswochenende lockte Green Art mehr als 1.400 Besucher in die Bezirkshauptstadt.
Wenige Tage zuvor nahmen die Führer der Green Art – „Rent a Tullner“ und zertifizierte Guides – an einer Besichtigung im Atrium sowie einer Vorabführung zu den Kunstobjekten im freien Raum teil. Teilweise waren die Künstler selbst anzutreffen, sodass die Guides jetzt bestens geschult und aus authentischen Quellen ihr Wissen weitergeben können.