Agrana baut weiter aus

Weizenstärkeanlage | Die Nachfrage nach Stärke steigt stetig. Deshalb wird die Weizenstärkeanlage in Pischelsdorf erweitert und die Produktion verdoppelt.

PISCHELSDORF | Die Agrana Stärke GmbH plant im Gewerbepark Pischelsdorf die Erweiterung der bestehenden Weizenstärkeanlage auf mehr als das Doppelte. Die behördlichen Verhandlungen sind abgeschlossen, die Bescheide werden bis spätestens Anfang März erwartet. Das Bauvorhaben – mit einem Investitionsvolumen von rund 90 Mio. € - soll bereits im März beginnen und die Anlage Anfang 2020 in Betrieb gehen. Die Einstellung der zusätzlichen neuen Mitarbeiter ist für Anfang 2019 geplant, um sie an der bestehenden Anlage einzuschulen.

Die Produktion wird mit der neuen Anlage von derzeit 120.000 Tonnen (t) Stärke auf bis zu 250.000 t erhöht. Der Rohstoff Weizen und Mais kommt aus dem Donauraum zwischen Bayern und Rumänien und wird per Schiff, Bahn und Lkw angeliefert. Die in Österreich produzierte hohe Getreidequalität findet vorzugsweise in der Lebensmittelproduktion für Brot und Backwaren Absatz. Die für die Industrie importierten schwächeren Weizenqualitäten liefern einen geringeren Eiweißanteil.

Die Qualität der von der Bioraffinerie erzeugten Stärke ist besonders gefragt und findet in der Papierindustrie für die Erzeugung von Kartons einen reißenden Absatz. In der Nahrungsmittelindustrie wird Weizeneiweiß zur Verbesserung von Backwaren, bei der Fischfütterung sowie für Hunde- und Katzenfutter verwendet.