Digitalisierung als Chance

Wirtschaftsgespräch | Sonja Zwazl sprach mit Vertretern verschiedener Branchen über die neuen Technologien.

TULLN | Die digitalen Geschäftsmodelle verändern immer mehr den unternehmerischen Alltag. Branchen, Behörden und Interessensvertretungen stehen vor großen Herausforderungen, um die neuen technischen Möglichkeiten bestmöglich zu nutzen.

„Digitalisierung ist ein Thema, das uns alle trifft, es ist ein Werkzeug und wir müssen lernen damit umzugehen“, erklärt WKO-Präsidentin Sonja Zwazl beim Wirtschaftsgespräch in der Bezirksstelle Tulln.

Zum Thema „Digitalisierung und persönlicher Kontakt - ein Widerspruch“ begrüßte Bezirksstellenobmann Christian Bauer Vertreter der Behörden, Banken und der Wirtschaft. Für Karl Hameder, Geschäftsstellenleiter der Raiffeisenbank Tulln ist Digitalisierung und persönlicher Kontakt kein Widerspruch. „Das ist eine knackige Frage, Digitalisierung ist mehr als ein Vokabel, es ist ein Werkzeug und geht in alle Bereiche des Wirtschaftsleben,“

 „PC und Laptop sind schon old fashion“

Was das Bankgeschäft betrifft, erklärte Hameder, machen schon mehr als 50 Prozent der Kunden online Banking. „PC und Laptop sind schon old fashion, jetzt gibt es Smartphone und Tablet.“ Im Mittelpunkt steht aber das Bedürfnis der Menschen, ohne auf die Vorzüge des World Wide Web verzichten zu müssen.

Den Umsatz am Arbeitsmarkt zu erhöhen durch schnellere Kommunikationswege und Tools ist das Ziel des AMS. „Die Schaffung von Transparenz und die Vernetzung von Partnern ist essenziell“, so AMS-Leiter Hans Schultheis. Übrigens ist Österreich im europäischen Stellen-Netzwerk mit 50.000 von europaweit 77.000 Stellen vertreten.
„Digitalisierung ist ein Teil der 3D Strategie“, so Bezirkshauptmann Andreas Riemer. Am Beispiel Bausprechtage erklärte er, dass aktuell bereits Videokonferenzen zu Sachverständige zugeschaltet werden, „so haben die Wirtschaftstreibenden sofort Informationen.“ Auch die Landesverwaltung sei nicht schlecht aufgestellt. „Digital ist kein Widerspruch zum persönlichen Kontakt, wir sind mitten drin in diesem Prozess, die Chancen sind groß und wir werden die Digitalisierung weiter ausbauen“, freut sich Riemer.

Dass der Mensch mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt steht war für alle Beteiligten ein wichtiger Punkt. Künftig soll „Cognitives Computing“ Hilfestellung z.B. in Formularanträgen schaffen. „Nur sieben Pro-zent verstehen unsere Sprache, wir müssen den Bürger mit einer verständlichen Sprache erreichen“, so Anton Trauner, außerdem sei die „Digitalisierung ein viel mächtiges Werkzeug als wir glauben und wir müssen

"Digitalisierung ist ein viel mächtigeres Werkzeug
als wir glauben, wir müssen aufpassen,
dass es uns nicht überrollt.“
Anton Trauner, Finanzamt

aufpassen, dass es uns nicht überrollt.“ „Wir müssen dem Bürger die Angst nehmen, wir Menschen sind die gleichen geblieben, wir genießen den persönlichen Kontakt“, aber, so die Präsidentin weiter: „es ist wichtig, die neuen Technologien zu nutzen."