Krska bleibt in Elite

Ausnahmeforschung | Agrarbiotechnologe zählt zum dritten Mal in Folge zu oberstem Prozent der meistzitierten Wissenschaftler weltweit.

TULLN | Die Rosenstadt Tulln als Zentrum der Forschung? – Das war für viele jedes Jahr ein Ding der Unmöglichkeit. Und Jahr für Jahr beweisen Wissenschaftler, die am Tullner Technopol tätig sind, dass sie auf ihrem Fachgebiet zu den besten der Welt gehören. Einer davon ist Rudolf Krska vom BOKU-Department IFA-Tulln und das im dritten Jahr hintereinander.

Wie lässt sich Erfolg in der Forschung messen? – Eine Möglichkeit ist die Bewertung nach Publikationen wissenschaftlicher Artikel in möglichst renommierten Fachzeitschriften. Dadurch steigt auch die Möglichkeit, von anderen Forschern häufig in deren Arbeiten zitiert zu werden. Dadurch lässt sich sozusagen der wissenschaftliche Einfluss ermessen. Die absolute Elite der Wissenschaft versammelt sich dann unter einem Prozent der meistzitierten Forscher. Das sind weltweit zwar immer noch 3.400 Personen, davon aber nur noch 21, die auch in Österreich tätig sind. Einer davon ist eben Rudolf Krska.

Krska befindet sich in guter Gesellschaft

Quantenphysiker, Mathematiker, Biologen und Mediziner sind in dieser Elite vertreten. Krskas Fachgebiet ist die Agrarbiotechnologie. „Daraus lässt sich ableiten, dass wir am Technopol Tulln tatsächlich Spitzenforschung betreiben“, sagt Rudolf Krska.

Eines seiner Steckenpferde ist die Sicherheit der Lebensmittel und da vor allem die Forschung an den Mykotoxinen. Das sind Gifte von Schimmelpilzen, die auch unter anderem bei Lagerung von Getreide auftreten.

Eine weitere Möglichkeit ist die Wertung nach Hirsch. Dieses Ranking erstellt sich nach der Anzahl der Zitierungen und der Anzahl der Publikationen. Ein Hirsch-Index von 15 bedeutet, dass 15 Publikationen jeweils mindestens 15 Mal zitiert wurden. Hier überragt Siegmund Freud mit einem Hirsch-Index von 254. Krska kommt derzeit auf beachtliche 63.