Starke Nachfrage nach Tullner Mietlabor

Seit Herbst 2016 bietet ecoplus, die Wirtschaftsagentur des Landes, am Technopolstandort in Tulln ein voll eingerichtetes Mikrobiologielabor zur Kurzzeitmiete an. Seither war das Labor in zwei Dritteln der Zeit ausgelastet.

Die Einrichtung „Lab on Demand“ am Technopol Tulln ist unter anderem mit einer sterilen Werkbank und einem Brutschrank ausgestattet - Geräte für mikrobiologische Basisuntersuchungen. Seit dem Start des Projekts im Herbst 2016 richtet sich das Labor vor allem an junge Unternehmen, für die der Ankauf einer vollständigen Laborausrüstung zu teuer wäre. Das Labor ist das erste seiner Art in Niederösterreich und nach eigenen Angaben auch in Österreich. Ecoplus investierte etwa 20.000 Euro in die Einrichtung des Labors.

„Während man sich mit einem kleinen Schreibtisch zu Hause in der Anfangsphase oft noch helfen kann, ist das mit erforderlichen Laborflächen schon schwieriger“, sagte Wirtschaftlandesrätin Petra Bohuslav (ÖVP). Oft würden diese Unternehmen die teuren Geräte nur für kurze Zeiträume benötigen. Die erste Zwischenbilanz falle jedenfalls positiv aus. „Die ersten Monate zeigen, dass wir hier einen Nerv getroffen haben“, so Bohuslav.

Zu den Mietern im ersten halben Jahr gehörten Unternehmen aus den Bereichen Molekularbiologie und Biotechnologie. Zu ihnen zählte das Tullner Hochtechnologieunternehmen LifeTaq-Analytics. Dessen CEO Manfred Taschner lobte das Konzept: „Durch das ‚Lab on Demand‘ ist uns während der äußerst heiklen Anfangsphase ein gut ausgestattetes Labor zur Verfügung gestanden, das wir uns auch leisten konnten.“ Als Beispiele nannte Taschner die Auslagerung kleinerer Projekte und die wissenschaftliche Bewertung von Ideen.

400 Euro Miete pro Woche

Für die Benützung der Geräte müssen Mieter des „Lab on Demand“ derzeit laut Auskunft von ecoplus pro Woche 400 Euro bezahlen. Das einjährige Pilotprojekt läuft noch bis Herbst. Dann soll entschieden werden, ob das Tullner Mietlabor zur Dauereinrichtung wird - diesbezüglich sei man aber schon jetzt zuversichtlich.

 

Quelle: http://noe.orf.at/news/stories/2842110/