Weizen im Fokus

Das 13. Internationale Wheat Genetics Symposium fand in Tulln statt. Über 500 Gäste aus aller Welt nahmen daran teil.

Organisiert wurde das internationale Weizen Symposium von der BOKU. „Dieser Kongress machte erneut die sehr hohe Kompetenz und die weite Akzeptanz der in Tulln arbeiteten Forscher sichtbar“, so Bürgermeister Peter Eisenschenk. Neben wissenschaftlichen Fachvorträgen und Diskussionen rund um das Thema Weizen stand die internationale Vernetzung von Forschern im Mittelpunkt. Über 500 Teilnehmer aus 46 Nationen informierten sich über Weizengenetik und Züchtung.

Ein Teil des Symposiums war eine öffentliche Podiumsdiskussion mit dem Thema „Weizen ein Grundnahrungsmittel der Menschheit“. Drei brisante Fragen wurden beleuchtet: „ Können wir die Versorgung mit hochwertigen Nahrungsmitteln für die kommenden Generationen sicherstellen?“ „Ist unser Weizen noch so nahrhaft wie zu Großmutters Zeiten?“ „ Welchen Beitrag kann die Wissenschaft leisten?“ Dazu erklärte Weizenzüchterin Franziska Löschenberger, dass gut bereitgestellte Pflanzen notwendig sein: „Mein Credo ist die genetische Vielfalt“. Löschenberger züchtete bereits 51 Weizensorten. Dabei dauert es zwischen acht und 14 Jahre, um eine neue Sorte zu züchten. „China produziert zwei Mal so viel Weizen als die USA“, erklärte Hans Joachim Braun. Weiten ist das Grundnahrungsmittel für ca. 1,2 Milliarden Menschen. Die Forschung ist in jedem Fall gefordert, mit der Zunahme der Weltbevölkerung.

Niederösterreichische Nachrichten, erschienen am 03.05.2017