"Jetzt geht´s endlich los"

FFoQSI-Kompetenzzentrum Die feierliche Eröffnung des Monster-Projekts für Lebensmittel ist mit einer Rockshow für Wissenschaftler, aber auch der Wirtschaft vergleichbar.

Ja, sie sind so etwas wie die Rockstars in der Wissenschaft, zumindest was Lebensmittelsicherheit betrifft. Das wurde bei der Eröffnungsveranstaltung zum FFoQSI (sprich Foxi; Feed and Food Quality Safety and Innovation) im UFT- Tulln klar. Nicht zuletzt, als der wissenschaftliche Gesamtleiter Martin Wagner gemeinsam mit seinen Kollegen Rudolf Krska und Thomas Prohaska die Bühne betrat und plötzlich Jimi Hendrix auf der Leinwand erschien.

„Die Idee zu FFoQSI hatten nicht wir, sondern Jimi Hendrix bereits in den 60er Jahren“, scherzt Wagner und nickt dabei rhythmisch mit dem Kopf zu „Foxy Lady“. Vielleicht ist es gerade diese Art, die den Erfolg dieses K1-Kompetenzzentrums ausmacht. „Der Standort Tulln ist der Leuchtturm in der Szene der „Agro-Food-Chain“. Jetzt geht’s endlich los“, streut Wagner Blumen. Seine Steckenpferd sein Innovationen für tierische Lebensmittel.

Standort Tulln um eine Attraktion reicher

Als Rudolf Krska das Mikrofon in die Hand nimmt, gesteht er auch seine Liebe zur Blumen- und eigentlichen Wissenschaftsstadt: „Ich lebe jetzt fast 20 Jahre hier in Tulln.“ Seine Expertise wird er in die wissenschaftliche Innovation für pflanzliche Futter und Lebensmittel einbringen.

Der letzte des wissenschaftlichen Trimvirats ist Thomas Prohaska, der die strategische Innovation für Qualität vom Feld auf den Teller übrig hat. Insgesamt sind 17 Departments von wissenschaftlichen Einrichtung an dem Projekt beteiligt sowie 34 Wirtschaftspartner, darunter auch die Firma Biomin, die ebenfalls in Tulln einen Standort hat. „Hier arbeiten die wissenschaftlichen Institutionen eng mit wirtschaftlichen Betrieben zusammen unter intensiver Nutzung der vorhandenen Förderinstrumente des Bundes und der Länder“, betont BOKU-Vizerektor Josef Glößl. Jürgen Marchart designierter Geschäftsführer von FFoQSI, bringt in seiner Rede das Ziel des Projektes auf den Punkt: „Wir sind angetreten um Lebensmittel besser und nachhaltiger zu machen. Das ist ein Thema, das uns alle in Zeiten, wo Nahrung zum Lifestyle-Thema wird, angeht.“

Als „tolles Bespiel“ für interunivesitäre Zusammenarbeit, die nur mit hohem Engament erreichbar sei, bezeichnet die designierte Rektorin der Vet-med, Petra Winter das Kompetenzzentrum, das die nächsten acht Jahre in Tulln für viele Arbeitsplätze sorgen wird.

Niederösterreichische Nachrichten, Seite 12, Woche 12/17