Cities-App für Tulln

Digitalisierung | Bürgerservice und Bonussystem sollen in einer Anwendung geboten werden.

TULLN | In Tulln wird bis zum Jahr 2023 das Haus der Digitalisierung errichtet (die NÖN berichtete). In der Gemeinderatssitzung gab Wirtschaftsstadtrat Lucas Sobotka einen Zwischenbericht über die digitale Stadt.

„Was uns unter anderem noch fehlt, ist eine App die viele Funktionalitäten verbindet“, erklärte Sobotka. So wurde im Sommer die Evaluierung von verschiedenen App-Angeboten gestartet. In der engeren Auswahl stehen die Cities-App und hello-Again, die außerdem mit gem2go verglichen wurden.

Zwei Spezialisten und eine Universal-App

Bei hello-Again liegt der Fokus auf Unterstützung der regionalen Wirtschaft bzw. auf regionalem Handel. App-Nutzer können Rechnungen teilnehmender Betriebe erfassen und bekommen automatisch Bonuspunkte gutgeschrieben.

Gem2go bietet die Möglichkeit Inhalte der aktuellen Tulln-Website als App anzuwenden (von Formularen über Müllkalender bis Vereinsnachrichten).

Als umfassendes Tool erwies sich die Cities-pp. Sie ist als Bürgerinformationstool konzipiert, wobei ein Bonussystem zusätzlich integriert ist. Gruppen wie Vereine oder Unternehmen können eigene Profile erstellen und mit den Nutzern kommunizieren. „Über den Newsfeed könnte die Stadt sehr schnell und direkt mit den Bürgern kommunizieren. Das wäre gerade jetzt in Zeiten von Covid-19 sehr praktisch“, berichtete Sobotka.

Die Kosten für die Cities-App setzen sich aus  einem einmaligen Setup und jährlichen Service-Gebühren zusammen. Der Gemeinderat beauftragte die Firma Citiesapps zum Preis von rund 97.000 Euro (für insgesamt drei Jahre) mit der Umsetzung der Cities-App für Tulln.