Mitarbeiter freuen sich auf Öffnung

Wir schaffen das | Stift und Lukas setzen auf Kurzarbeit. Beide Handelsbetriebe hoffen auf mehr Kundenfrequenz ab Mai.

TULLN | Die NÖN beleuchtet jede Woche, wie lokale Unternehmen in Zeiten der Coronakrise bestehen, diesmal mit Modelady Nina Stift und mit Uhren- und Schmuckspezialist Lukas.

„Bis zur Öffnung am 2. Mai kommen wir auf sieben Wochen absoluten Stillstand, also Null Euro Umsatz“, berichtet Nina Stift. Ihre kleinen Shops, die seit Mitte April wieder offen haben, brächten kaum Umsätze, da die Frequenz in der Stadt schwach sei. Hauptproblem sei die Finanzierung der Ware, denn auch Mode habe ein sehr kurzes Ablaufdatum.

Kritik übt sie einmal mehr am internationalen Online-Handel, der heimischen Betrieben bereits vor Corona 38 Prozent der Textilumsätze weggenommen habe, aber in Österreich keine Steuern zahle und damit auch nichts zur Besserung der Lage beitrage. Ihr Appell: „Regional kaufen heißt, regional Arbeitsplätze und lebenswerte Innenstädte zu erhalten.“ Stifts 60 Mitarbeiter befinden sich allesamt in Kurzarbeit: „Jetzt freuen sie sich, wenn sie ab 2. Mai wieder kommen dürfen, denn ein Arbeitsplatz ist ja auch ein Platz unter Freunden, Kollegen, Kunden … eben ein sozialer Raum.“

Von „wirtschaftlich, aber auch emotional sehr schwierigen Wochen“ der Schließung spricht die Familie Lukas, die ihr Geschäft in der Bahnhofstraße seit 14. April wieder geöffnet hat: „Man sorgt sich um die Gesundheit aller Angehörigen und Freunde, aber auch um die wirtschaftliche Zukunft. Maßnahmen wie die Kurzarbeit erleichtern es uns aber, Arbeitsplätze zu erhalten.“

Für die Zukunft wünscht sich Lukas, „dass bald wieder halbwegs ,normale‘ Bedingungen herrschen und, dass unsere Kunden wieder gerne einkaufen gehen.“