TFZ zündet vierte Stufe

Technologie- und Forschungszentrum Tulln | Dank Ausbau um ingesamt 13 Millionen Euro können Unternehmen wie die Oxford Antibiotic Group weiter wachsen.

TULLN | Schon 2005 wurde am Technopolstandort das erste Gebäude des Technologie- und Forschungszentrums (TFZ) Tulln errichtet. Mittlerweile gibt es drei Ausbaustufen, die alle ausgelastet sind. „Aktuell sind auf rund 5.000 Quadratmetern 18 Unternehmen mit rund 180 Mitarbeitern angesiedelt“, berichtete Jochen Danninger, kaufmännischer Geschäftsführer der Landeswirtschaftsagentur Ecoplus beim Spatenstich für die vierte Ausbaustufe.

Nach Fertigstellung dieser Spezialimmobilie mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 13 Millionen Euro werden den Unternehmen insgesamt rund 8.000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung stehen.

Raum, den etwa die Oxford Antibiotic Group bereits dringend benötigt. „Ein wichtiger Schritt, wir könnten sonst nicht mehr weiter wachsen“, betonte deren Geschäftsführer Alexander Pretsch.

Sein Unternehmen ist bereits seit 2008 auch in Tulln ansässig, hat mittlerweile hier das Headquarter etabliert und will personell von derzeit sieben auf 18 bis 20 Mitarbeiter wachsen. Pretsch betonte, dass Oxford in Sachen Forschung zwar nach wie vor Spitze sei, das Entwickeln aber in Tulln besser funktioniere.

Arbeitsplätze in zehn Jahren verdreifacht

„IFA, Fachhochschule, Universitäts-und Forschungszentrum und TFZ haben eine vollkommen neue Perspektive für die Stadt aufgemacht“, sagte Bürgermeister Peter Eisenschenk, „wir haben dadurch die Chance, in einem intelligenten Segment weiter zu wachsen.“ Die Zahl der Arbeitsplätze in Campus und Technopol habe sich in zehn Jahren von 360 auf heute 1.070 verdreifacht. 

Begeistert zeigte sich auch Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: „Niederösterreich ist es gelungen, sich als Hightech- Standort in Europa zu etablieren.“ Die erfolgreiche Weiterentwicklung zum Technologieland sei die Folge einer konsequenten Strategie: „Beim FTI Programm geht es darum, Technologien voranzutreiben und das gewonnene Wissen für die Gesellschaft und die Bevölkerung zu nutzen. Wissenschaft, Forschung und Bildung werden dabei zusammengeführt und die Kooperation in den Mittelpunkt gestellt.“ 

Weiters erinnerte Mikl-Leitner an das „Haus der Digitalisierung“, das virtuell bereits existiert, bis zum Jahr 2022 auch real in Tulln errichtet wird und dessen Herzstück ein moderner Showroom sein wird.