Neuer Rekord trotz Flaute am Automarkt

Mobilität | Birngruber verkauft um zehn Prozent mehr. Die NÖN sprach mit Geschäftsführer Strohmar über Gegenwart und Zukunft des Autos.

TULLN | Im Vorjahr hatte das Autohaus Birngruber in Tulln erstmals mehr als 2.000 Autos verkauft (exakt 2.001 waren es, die NÖN berichtete). „Gut, da lag das im Trend, aber wir haben heuer noch einmal um rund zehn Prozent zulegen können. Obwohl der Automarkt um zirka fünf Prozent eingebrochen ist, werden wir 2.200 Verkäufe verbuchen können“, berichtet Geschäftsführer Jürgen Strohmar, „wir sind wohl so etwas wie das gallische Dorf des Automobilhandels.“

Egal ob VW, Audi, Seat, Skoda,VW-Nutzfahrzeuge oder „Das Weltauto“ (Gebrauchtfahrzeuge)– man schaffte es, durchwegs mehr als 100 Prozent der vorgegebenen Verkaufsziele zu erreichen. „Festmachen kann man das höchstens am Einsatz des gesamten Teams“, lobt Strohmar seine Mannschaft. Ob Dieselgate (der Abgasskandal von 2015) überhaupt noch ein Thema war? „Nein, das haben wir nur im ersten Moment gespürt. Unsere Marken wurden nicht nachhaltig beschädigt, sie bleiben die Lieblinge der Österreicher“, ist Strohmar zuversichtlich — auch für 2020. Denn da kommen mit den neuen Generationen von Golf, Oktavia, Leon oder A3 viele neue Modelle auf den Markt.

Und wie sieht es mit den Antriebsvarianten aus? „Hybridfahrzeuge sind eine sehr schlaue Lösung: Elektro für Kurz- und Mittelstrecken und Verbrennungsmotoren für Langstrecken“, sagt Strohmar. Was den Durchbruch von Elektrofahrzeugen angeht, so wartet er noch auf den „Ketchup Effekt“: „Im Moment schütteln wir die Flasche, irgendwann macht es plopp, und dann …“ Möglicherweise leistet der VW ID3 hier einen Beitrag: Die ersten 200 Stück, die in Österreich online angeboten wurden, waren binnen Stunden ausverkauft.